Eindrücke der Lifevoyagers von Cusco und den Inka

Hier eine kleine (!) Auswahl unserer Fotos aus Cusco und Umgebung, ohne viel Text drumherum, zum Genießen!

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Die Oase in die wir uns nach Abbruch des Workaway-Jobs spontan gerettet haben: Zu Alfons und Mery, Gastgeber bei Airbnb, in Cusco. Auch hier auf 3.400m Höhe bis zu 25°C Unterschied in der Tagestemperatur, ohne Heizung, da tut Aufwärmen auf der Terrasse morgens gut! Und die Wärme der tollen Gastgeber zusammen mit der Spitzen-Unterkunft tun ihr Übriges!

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Cusco, stark geprägt sowohl von den Spaniern als auch von den Inka, wartet z.B. auf mit schöner kolonialer Altstadt, mehreren Statuen des neunten Inka-Herrschers Pachacutec, und dem zur katholischen Kirche umgebauten Sonnen-Tempel Coricancha der Inka (rechts unten), einst überwiegend vergoldet…

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Einheimische indigene Frauen in einer der verschiedenen lokalen Trachten verdienen sich etwas Geld für farbenfrohe Fotos für und mit Touristen

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Zahlreiche Gäßchen gab’s zu erkunden, und den Blick auf den schneebedeckten Ausangate Berg in der Ferne zu geniessen (rechts oben)

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Im gesamten Juni feiert Cusco sich selbst und das Inti Raymi Sonnen(wend)fest, den Dia Del Campesino, und die Fiesta de San Juan, da weht die Stadtflagge Cuscos, nämlich die Regenbogenflagge, überall, natürlich auch auf der Jesuiten-Kiche…

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Ein winziger Ausschnitt der zahllosen Tanz- und Trachtengruppen die wir an vielen Tagen bewundern konnten…

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Und auch hier gibt es Umzüge mit gesellschaftskritischen Figuren, hier eine besonders treffende… ;-)))

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Auch hier sind es die hübschen Innenhöfe die Ruhe und Rückzug vom Trubel bieten…

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…und als Kontrast dazu die Attacke für alle Sinne die z.B. der Wanchaq-Markt darstellt, komplett mit Friseur-Büdchen für Claudia (inklusive Trinkgeld weniger als 3 Euro für den Haarschnitt, inklusive großzügigen Trinkgelds), und großer Kartoffel-Sorten-Auswahl

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Und ein Tonic-Water im Innenhof eines der 5-Sterne-Häuser bietet mal wieder Chance auf Verarbeitung der Eindrücke (hier noch vor dem lange überfälligen Haarschnitt ;-))!

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Aber auch das Cusco-Tal will erforscht werden, Ausflug mit Workaway-Kollege Tiago aus Brasilien zu den Salineras von Maras, alles mit öffentlichem Nahverkehr und kollektiven Taxis bewältigt, kleiner Eintritt, und daher sehr bezahlbar

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Und schon wird der Weg gecheckt, ohne Google Maps Offline Ortung geht gar nichts, aber ein netter Polizist hat uns zusätzlich zum Beginn des Wanderwegs begleitet…

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Im Andendorf Maras ist den lokalen Bauern ein Denkmal gesetzt, und die Dame vor dem Monument trägt einen der hier üblichen Hüte sowie Röcke, die zwei langen Zöpfe sind traditionell unten zusammengebunden

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Just ausserhalb des Dorfs gibt uns die Schäferin Auskunft, und hier könnten wir eigentlich schon in schönstem Korianderduft und frischer Luft sitzenbleiben und die atemberaubende Natur glotzen…

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Der Bauer und seine Esel hatten Spaß von den lustigen Touristen fotografiert zu werden

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Irgendwann bogen die Schäferin und ihre kleine Herde von unserem Weg ab…

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Oben und unten: Und auf einmal lagen sie vor uns, die Salineras de Maras, die schon in prä-Inka Zeiten zur Gewinnung von Salz genutzt wurden, in mehr als dreitausend Becken die von einem winzigen Bächlein gespeist werden das das Salz aus dem Inneren der Berge mitbringt und dessen Wasser deutlich salzig schmeckt. Die Inka achteten innerhalb der Gemeinschaft sehr auf die gerechte Verteilung der Erträge aus Gewinnung und Verkauf!

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Im Hintergrund ist schon der Urubamba-Fluß zu sehen, in dessen Nähe die Strasse nach Cusco oder Ollantaytambo verläuft

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Begeisterte Lifevoyagers, das hier ist wiederum eine winzige Auswahl unserer Eindrücke dieses faszinierenden Ortes!

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Oben und unten: Claudia, Carsten, und Tiago sprachlos beim Anblick der gesamten Anlage und des steilen Hangs

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Wenn die Becken voll sind, können in der Trockenzeit nach Ablauf eines Monats bis zu 120 kg Salz, verschiedenster Qualitäten, pro Becken geerntet werden…

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…was wegen An- und Abmarsch zu Fuß von Maras (ca. 1,15h eine Strecke), oder von Urubamba (1,41h eine Strecke), intensivster Sonnenstrahlung, steiler Hänge, mit der Hacke aufzubrechender Salzkrusten und schwerer Säcke für die lokale Bevölkerung wahrlich keine leichte Arbeit ist…

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Die hübschen Salzkristalle schwimmen auf der Wasseroberfläche um sich zu einer Kruste zusammenzusetzen

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Salineras durchquert, ab geht’s ins Tal, wiederum durch spektakuläre Landschaft

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Picknick im Schatten am Urubamba Fluß, kurz vor der Straße die uns wieder nach Cusco und Tiago wieder nach Ollantaytambo bringt, wo er kurz darauf aber ebenfalls aufgegeben hat… Ein toller Ausflug in bester Gesellschaft!

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In Pisac gelang uns ein Besuch der heiligen Sonntags-Messe auf Quechua, der Sprache des indigenen Quechua-Volks, hier Gemeinde-Mitglieder in Tracht die vor der Messe das Schneckenhorn blasen, das älteste Trompeteninstrument der Welt, und sonst eher in Asien und Südostasien zu finden… das spricht doch Bände!

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Das einzige der vier Boleto-Touristico-Sammeltickets für die Cusco-Region, das wir in Anspruch genommen haben, es deckt ab die Inka-Ruinen Tambomachay, Puka Pukara, Quenco, und Sacsayhuaman, alle um die Stadt Cusco herum gelegen und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder für den tapferen Wanderer sogar zu Fuß zu erreichen. Hier Tambomachay, rituelle Badestelle der Inka, nahe bei der Festung Puka Pukara, das rote Fort, siehe unten

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Oben und unten: Weitere Details der Festung Puka Pukara, komplett mit von der Inka-Bauweise faszinierter Claudia

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In Quenco gab es Opferstätten die an natürliche Höhlen angebaut worden waren, die Menschenopfer sind so ziemlich das einzige was an der sehr gerechten und erstaunlich ‘ganzheitlichen’ Gesellschaftsordnung und Weltsicht der Inka für uns nicht nachvollziehbar ist, die Opfer wurden immerhin betäubt und mussten nicht leiden, wenn es sich nicht um Feinde handelte… 

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Bei unserem Spazierweg zwischen den Inka-Stätten Quenco und Sacsayhuaman trafen wir auf ein Feld vollends durchgraben von Ausflüglern die sich Picknick-Mahlzeiten in zahlreichen Huatia, Erdöfen, gegart hatten, ähnlich wie in Neuseeland, daher die vielen kleinen Krater…

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Die Inka-Türen in Sacsayhuaman erinnerten uns ohne Dach (üblicherweise zu Inka-Zeiten quasi mit Reet gedeckt) etwas an die balischen Tempeltore

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Ganz klar eine Festung, sogar ähnlich ‘sternförmig’ befestigt angelegt wie manche Festung in Europa!

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Und dann kam auch noch die Sonne raus am Nachmittag, das erlaubte den Genuss der Ruinen in fantastischem Licht, und mit Blick auf den Cristo Blanco in der Ferne, der selbst immerhin 8m groß ist, und, Achtung, angeblich von christlichen, arabischen Palästinensern gestiftet wurde, die nach dem zweiten Weltkrieg hier Zuflucht suchten, of all places…, unter uns Menschen gilt leider einfach: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben…, hin wie her…

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Oben und unten: Die Sacsayhuaman-Anlage ist riesig, hier wurde auch während unserer Zeit in Cusco das Inti Raimi Fest gefeiert, Tribünenkarte nicht unter 100 USD… Wir haben unseren entspannten Besuch ausserhalb der Festivitäten sehr genossen…

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Blick auf Cusco von Sacsayhuaman aus

Die Frage die auf der Hand liegt ist natürlich: Und was ist mit Machu Picchu? Wer uns kennt weiß dass wir nicht zu jedem Preis auf ‘must sees’ stehen, auf Sehenswürdigkeiten die man gesehen haben ‘muss’, insbesondere wenn sie so  an Abzocke grenzend überteuert und überlaufen sind wie Machu Picchu, wir hatten lange Zeit vorher und dort um dies zu entscheiden und sind gemeinsam zu dem Schluss gekommen: Nein, wir machen’s nicht, und dazu stehen wir.

Von Cusco aus ging’s nochmals für fünf Tage nach Lima zurück, da wir nicht sofort weiterfliegen wollten, war ja von langer Hand so geplant, und dann schließlich ein letztes Mal mit Avianca nach Sao Paulo in Brasilien, wir haben also das spanischsprachige Südamerika damit verlassen, und daran anschließend geht’s ja nach Südafrika! Mehr also über Sao Paulo im nächsten Blogpost, der jetzt aus logistischen Gründen wohl wieder etwas auf sich warten lassen wird!

Herzliche Grüße und lieben Dank für Eure ‘Begleitung’!

Claudia & Carsten, Lifevoyagers

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