Oh wie schön ist Ecuador! Ein winziger Blick macht Lust auf mehr…

Auf in die Umgebung Quitos mit einem Leihwagen, aber zuvor noch ein Blick vom Panecillo, dem Hügel auf dem die geflügelte Marienstatue steht, die Aussicht die sie geniesst sieht man unten! Über die Schönheit der Statue läßt sich trefflich diskutieren… Hier gibt es auch ein Restaurant mit Aussicht, Pim’s Panecillo, sicher bei Tag und bei Nacht faszinierend!

1_maria

1_maria-blick

Hier erahnt man auch die zahlreichen unbebaubar steilen Schluchten, von denen Quito umgeben ist!

2_guayasamin_1

Das Wohnhaus des Ende des 20. Jahrhunderts verstorbenen ecuadorianischen Malers Oswaldo Guayasamin und die ihm gewidmete Capilla del Hombre (Kapelle des Menschen, siehe ganz unten), zeigen viel von Leben, Wohnen, Arbeit, Entwicklung, Schaffensphasen, Kunstsammlung (darunter Chagall, Picasso, und ähnliche Grössen) und Leidenschaft dieses nach wie vor inspirierenden Künstlers, hier die Google-Bilder Auswahl seiner Werke, die er in den drei Phasen ‘Der Weg der Tränen’, ‘Das Zeitalter des Zorns’, und ‘Das Zeitalter der Zärtlichkeit’ geschaffen hat. Ein Ziel in Quito, komplett mit Führungen auf Englisch, das auf vielfältige Weise sehr bewegt…

2_guayasamin_2

 

2_guayasamin_3

Capilla del Hombre

3_otavalo_1

Erstes Ziel ausserhalb von Quito: Der samstägliche Markt in Otavalo nordöstlich von Quito, schon der Weg dorthin war spannend und abwechslungsreich! Diesen Markt nutzen auch die Einheimischen, wie klein die Menschen der indigenden Völker sind kann man auf diesem Foto im Vergleich zu Claudia sehen, die ja auch nicht gerade riesig ist…

3_otavalo_2

Hier werden neben vielen Webwaren (wieviel davon ‘made in China’ ist konnten wir nicht in Erfahrung bringen) drei verschiedene Sorten Mais angeboten.

3_otavalo_3

Insgesamt gab es ein vielfältiges, sehenswertes Angebot von Webwaren, Speisen (darunter wiederum im Ganzen gegrillte Schweine…), Obst, Gemüse, Fleisch, Gewürzen, Hülsenfrüchten, Handwerk, Schmuck, etc., etc., ein Fest für alle Sinne, wir waren vor den Touristenmassen dort!

3_otavalo_4

 

4_lagune-schild

Vulkan-Krater-Lagune Cuicocha und ein kleiner Wanderweg, von der Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert, wer hätte das gedacht! Wunderbar klares Wasser und Vulkankegel inmitten der Lagune, frischeste Luft, sehr entspannend!

4_lagune-tiger

An Carsten’s Geburtstag wurden wir glücklicherweise von Frank Alte von Ecuador Galapagos Travel EGT geführt und begleitet, mit dem Claudia seinerzeit auf dieselbe Schule ging und der sich schon lange in Ecuador zunächst als Expeditions-Abenteurer und heute darüber hinaus als Unternehmer tummelt, und hier seinen Lebensmittelpunkt hat! Inspirierend!

5_cotopaxi_1

Die Laguna de Limpiopungo im Paraná des Cotopaxi Nationalparks südlich von Quito, Natur pur komplett mit kräftigen Winden auf 3.330 m Höhe, nach Anfahrt durch die dichte Wolkendecke ordnungsgemäße Anmeldung an der Ranger-Station des Parks, gleich morgens zu Öffnung des Parks, die Deutschen mal wieder… ;-)). Ruhe, Naturgeräusche, Flora, Fauna, Aussicht, und der uns umgebende Friede hätten an diesem wunderbaren Ort nicht erholsamer sein können… Für uns das perfekte Rezept um das Adrenalin der verlassenen Komfortzone wieder ins Lot zu bringen, siehe letzter Blogpost…

5_cotopaxi_2

 

5_cotopaxi_3

Und da ist er, der aktive Cotopaxi-Vulkan, fast 5.900 m hoch, also nochmal 1.600 m höher als die Lagune, wegen der aktuellen Warnstufe ‘gelb’ kann man zur Zeit nicht höher hinauf, diesen Anblick in unterschiedlicher Ver- und Enthüllung durch die Wolken hat man potentiell während des gesamten rund einstündigen Rundwegs um die Lagune… 

5_cotopaxi_4

Schätzt mal wie viele Fotos wir von ihm gemacht haben… ;-)))) Hier nur eine kleine Auswahl!

5_cotopaxi_5

 

hacienda_1

Anschliessend überraschte Frank uns zum Geburtstags-Mittagessen mit dieser Hacienda La Cienega aus der Zeit der ersten kolonialen Besiedelung Ecuadors vor über 300 Jahren, ebenso alt sind auch die aus Australien eingeführten Eukalyptusbäume der Allee zum Anwesen, ein Ort der vor kolonialer Geschichte trieft und damit in längst vergangene Zeiten entführt, mit allen guten und weniger guten Assoziationen die dies mit sich bringt… dennoch, oder gerade deshalb, magisch!

hacienda_2

Kleine Aufgabe: Was stimmt nicht an diesem Bild? Na klaaaar, der Eimer Tee für Claudia, wo eigentlich eine köstliche Mahlzeit sein sollte, dass Montezuma sich noch so weit südlich rächt… Ein gutes Restaurant in edlem Ambiente, der Frank ist eben ein guter Menschenkenner… ;-))

hacienda_3

Ob Inneneinrichtung der Hacienda, die heute auch als Hotel dient, oder Innenhof, Gärten, und Kapelle, man hätte noch länger verweilen mögen…

hacienda_4

hacienda_5

 

hacienda_6

 

pasochoa_1

Und immernoch hatte der tolle Tag etwas zu bieten, nach 4 km einspuriger Buckelpiste mit Gegenverkehr, alles tapfer von Carsten mit einem Chevrolet Aveo bewältigt, wurden wir im Refugio de Vida Silvestre Pasochoa mit einem Spaziergang im Nebelwald belohnt, dort wo Farne, Bambus, und Bromellien zusammentreffen, alles in angenehmem Klima, quasi Tropen ohne Tropen, wunderbar… Und wiederum tolle Aussichten, siehe ganz unten…

pasochoa_2

 

pasochoa_3

Tausend Dank nochmals an Frank Alte von Ecuador Galapagos Travel EGT, wir hoffen nach Ecuador auf einer unserer zukünftigen Reisen zurückzukehren!

pasochoa_4

 

pululahua-krater

Am letzten Tag unserer Leihwagen-Ausflüge gab’s dann noch den Blick auf den bewohnten und bewirtschafteten Kraterboden des Pululahua

z_aequator-und-wir

Hier wird’s jetzt spannend: Für dieses nette Foto (Claudia auf der Nordhalbkugel, Carsten auf der Südhalbkugel ;-)) haben wir uns ins Intiñan-Museum begeben, 15 km nördlich von Quito, weil uns das ‘Mitad del Mundo’ Monument und Museum mal wieder zu ‘touristisch’ waren, und weil diese Linie hier näher am tatsächlichen Verlauf des Äquators liegt, auch diese hier ist nicht ganz präzise (3° Abweichung)… Aber warum eigentlich ‘Mitad del Mundo’, ‘Mitte der Welt’? Der Äquator verläuft schliesslich einmal rund um das Erd-Ei? Könnte das nicht jedes Land behaupten, durch den er verläuft? In aller Kürze: Tatsache ist, dass spätestens mit dem Quitsan-to-Projekt Ausgrabungen gezeigt haben dass bereits die Ureinwohner Ecuadors vor Ankunft der Inkas bereits lange Zeit den Äquatorverlauf genau kannten, also die Linie, auf der die Sonne zur Tag-und-Nacht-Gleiche mittags keinen Schatten wirft. Sie wussten dies deshalb, weil ausschliesslich hier nördlich von Quito auf dem Äquator eine uneingeschränkte Sicht für die Beobachtung des Sonnenverlaufs, Achtung, mit zwei fixen, quasi im rechten Winkel zum Äquator verlaufenden Anden-Gipfel-Ketten gegeben ist, die als Fixpunkte dienen konnten. Diese Bedingungen gibt es für die Beobachtung der Sonne und der Gestirne nirgendwo sonst auf dem Äquator! So gesehen handelt es sich um die ‘Mitte der Welt’! Die Sonne mit ihren Bewegungen war für die Ureinwohner wegen der Ernte und aus spirituellen Gründen äußerst wichtig, und genau dies wird immerhin als einer der Gründe dafür vermutet dass die Inka, ebenfalls ‘Sonnenanbeter’, sich relativ kurz vor den Spaniern vom heutigen Peru aus aufmachten um das heutige Quito zu erobern! Faszinierend…

Und so hoffen wir tatsächlich eines Tages nach Ecuador zurückzukehren um dessen zahllosen übrigen vielfältigen Naturschönheiten im Detail zu entdecken, immerhin liegen hier die verschiedensten Klimazonen und Landschaften nah beieinander, zusammen mit der höchsten Biodiversität auf der Welt im Verhältnis zur Größe des Landes! Leider wurde der Aufenthalt in Quito von einem Magen-Darm-Infekt von Claudia beeinträchtigt, der sich bis nach Lima hinzog, der nicht unerhebliche Kohletabletten-Vorrat war uns ausgegangen da wir sie zur Aufnahme von Toxinen geringer dosiert auch präventiv einnehmen, Ersatz war nicht zu bekommen, erst in Lima gab’s dann immerhin Spirulina und auch einen Arztbesuch mit einem nicht länger zu vermeidenden Breitband-Antibiotikum… Story hoffentlich durch! Vermutlich war’s eine Ceviche mit gekochten Shrimps und Muscheln, ohne rohen Fisch, aber das hat uns für das kulinarische Fisch- und Meeresfrüchte-Angebot in Lima verdorben, Peru ist immerhin die zweit-größte Fischerei-Nation nach China! Schade…

Bis bald aus Ollantaytambo, Peru, inzwischen alles Liebe,

Claudia & Carsten, Lifevoyagers

PS: Nachtrag zum Thema Alltag: Ein kleiner akustischer Eindruck zur beliebtesten Auto-Alarmanlage sowohl in Quito als auch in Lima, mitunter sehr empfindlich, d.h. geht dauernd hoch, und das auf der Straße vor dem Haus… Für den vollen Genuss mehr als eine Sekunde zuhören, da ist Vielfalt drin! Enjoy! ;-)))

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.