Santiago de Chile – Was für eine Schönheit!

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Koloniale Kathedrale, modernes Hochhaus, schöne Plaza, von Einheimern und Touristen gleichermaßen genossen!

 

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Cerro Santa Lucia, einst spanisches Fort, natürlich zuvor vom Mapuche-Volk bevölkert, in ein Naherholungsgebiet für die lokale Bevölkerung umgewandelt nachdem Chile die Unabhängigkeit erlangte, inzwischen fehlt das Geld für den vollständigen Erhalt.

 

Santiago de Chile ist eine Offenbarung: Zwar nicht so charmant mit dem Gestern verhaftet wie Buenos Aires und definitiv weniger offensichtlich nostalgisch und melancholisch, geht es Santiago wirtschaftlich besser, mit großem Dienstleistungssektor, sind mehr koloniale Gebäude restauriert, ist es insgesamt deutlich aufgeräumter als Buenos Aires, anders als dieses aber nicht per Non-Stop-Flug von Deutschland aus erreichbar.

 

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Ein Spaziergang auf dem Cerro San Cristobal, der sich direkt über Santiago erhebt, freundliche und hilfreiche Parkranger getroffen, unter schlechter Ausschilderung der Wege gelitten, am Ende doch die Marienstatue auf einem der Gipfel erreicht, und die Aussichten! 

 

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 Und da ist sie… Santiago!

 

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Gran Torre Santiago, Teil des Shopping-Komplexes Costanera Center, das höchste Gebäude auf dem Kontinent (wir haben einen lieben Freund in München der Superlative ‘liebt’, also hier! ;-))) 

 

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Standseilbahn, Funicular’, auf den Cerro San Cristobal (jaaaa, es hätte einen einfacheren Weg auf den Berg gegeben, immerhin haben wir sie dann bergab genommen ;-))), und die lokale Metro, die eine Menge Kunst bereithält, leider schlecht beleuchtet (die Kunst, nicht die Metro ;-)).

 

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Sammlung von Handys und deren Entwicklung über die Jahrzehnte hinweg, ausgestellt von der lokalen Telefónica Gesellschaft, Carsten hat als Versicherungsvertreter Anfang der Neunziger noch mit denen unten rechts angefangen, und ihr?

 

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Wir hatten hohe Erwartungen, und es war ein unterhaltsamer Actionfilm, nur ein echter James Bond Film war es nicht. Natürlich nur unsere persönliche Meinung!

 

Allein schon die Lage auf ca. 550 m über Meereshöhe, die Nähe zu und der Blick auf die Kordilliere der Anden, gleichzeitig die Nähe zum Ozean (Besuch der Küste steht diese Woche noch an), ergeben insgesamt eine ganz besondere Lichtqualität und alle Farben wirken wie saubergeputzt und daher besonders strahlend und kräftig, Santiago, eine Stadt die Rosen zu lieben scheint, ist also mancherorts wunderschön, ‘bezahlt’ wird dies mit der extrem hohen UV-Strahlung, deren Intensität hier täglich bekanntgegeben wird und gegen die Sonnenschutz mit Faktor 50 nahezu an jeder Supermarktkasse zu finden ist, sollten die eigenen Vorräte zur Neige gehen.

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Wow, nettestes Klöchen auf dem Wanderweg! Später entdeckten wir dass es eigentlich nur für Personal des Nationalparks gedacht ist…

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Kleine Wanderung auf dem Sendero Ecológico San Carlos de Apoquindo (lokale website, lässt sich schlecht bewerten auf Tripadvisor, sowas, doof, das…) relativ gut ausgeschilderte Wege, verschiedenste Flora, klare Luft, ein Vergnügen!

 

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Die Lage unmittelbar innerhalb spektakulärer Natur, umgeben von zahlreichen Nationalparks und Naturreservaten, überwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und zu Fuß, mit dem Bike, oder dem Pferd zu erkunden, ebenso wie die nicht weit entfernten Wintersportgebiete und die nahe Pazifikküste, die direkt angrenzenden Regionen, die unglaubliche Vielfalt an Vegetationszonen selbst in direkter Umgebung, mal ganz abgesehen vom kulturellen Angebot, sorgen für den sehr hohen Freizeitwert dieser Stadt, die allerdings zu den Verkehrs-Stoßzeiten komplett kollabiert, nichts geht mehr, alles steht, die Metro platzt trotz cleverer Express-Züge aus allen Nähten und alles was laufen kann tut dies, sieht aus wie ein Massenexodus, vom gemeinen Touristen tunlichst zu meiden, wenn irgend möglich… Die übrigen spektakulären Gegenden Chiles sind wegen der extrem lang gestreckten Form des Landes entweder per Flug erreichbar oder aber man durchfährt das Ganze mit dem Auto, mit viel Zeit. Wir hoffen dass wir weder in Santiago noch in Chile zum letzten Mal gewesen sind!

 

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Ein weiterer Spaziergang im nordöstlichen Teil des Parque Metropolitano, der Cerro San Cristobal ist ein Teil davon, die kitschige Farbe der Blumen ist real!

 

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 Wunderbare Aussicht auf die Kordilliere der Anden auf dem selben Spaziergang!

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Parque Quinta Normal, genossen von den Familien und Kindern an einem Sonntag, öffentlich gegen kleines Geld angebotenes Ausmalen von Zeichentrickfiguren mit Wasserfarben ein beliebter Zeitvertreib für die Kleineren. Die Zuckerwatte ist nur die Spitze des Eisbergs des Zuckerkonsums in Südamerika…

 

Die Chilenen sind überwiegend ausnehmend freundlich und kontaktfreudig, mit Englisch hapert es jedoch weitgehend, wiederum gut dass wir einigermaßen Spanisch können, es gibt viel peruanische Küche, hier wie in Peru ist das Nationalgetränk der sehr leckere, meist aber sehr starke und dennoch preiswerte, im Sektglas servierte Pisco Sour (für uns reicht ein geteilter, wir vertragen aber auch nix ;-)), wegen der immens langen Pazifikküste Chiles sind Ceviche (roher, in Zitronensaft ‘gegarter’ Fisch und/oder Meeresfrüchte), Fisch und Meeresfrüchte generell, und Sushi (!!) allüberall zu haben, Küche deutlich weniger Steak- und Parilla/Asado-betont als in BA, findet man aber natürlich auch. Die Einheimer lieben ein gekühltes Getreidegetränk mit Getreideeinlage und eingeweichten getrockneten Pfirsichen (Mote con Huesillo), verbietet sich aber abgesehen von der Seltsamkeit ohnehin für den gemeinen Zöliaken ;-)).

 

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Ausflug mit einem Leihwagen ins O’Higgins Gebiet (einer der Befreier Chiles), 2 Stunden südlich von Santiago), wir entdeckten die Termas de Caucenes, präkoloniale heisse Quellen, dies ist die Badehalle von Ende des 19. Jahrunderts!! Es ist noch immer ein Hotel (allerdings nicht unseres) und die Bäder sind in Gebrauch! Und von O’Higgins wird berichtet dass er seinerzeit ebenfalls hier gebadet hat.

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Nein, es ist kein Sarg, es ist eine Badewanne, Ende des 19. Jahrhunderts wurde dies nicht als Wellness erachtet, sondern vielmehr als Therapie und als solche ohne Schnickschnack, ich wiederhole, nach wie vor in Gebrauch!

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National Reserve Rio Cipreses im O’Higgins Gebiet, hat uns 16 km Schotterpiste (x2 hin und zurück) gekostet, ohne Allrad-Fahrzeug, wie Carsten nicht müde wurde zu betonen ;-)), aber was für eine Belohnung! 

 

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 Eine der faszinierenden Begegnungen war die mit den Tricahue Papageien, schööööööööön!! Auch eine Landschaft mit Sukkulenten und ähnlichen Pflanzen gab’s zu sehen.

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Unsere Wohnung endlich mal wieder ein Glücksgriff bei AirBnB: Sehr bezahlbar, Preis-Leistung unschlagbar, zentral, fantastische Panoramaaussicht weil im 26. Stockwerk, insbesondere bei Sonnenaufgang- und Untergang, aus bodentiefen Fenstern über Stadt und Anden, Haus mit Dachterassen-Pool, -Jacuzzi und -Grill sowie gute und gepflegte Gemeinschafts-Waschmaschinen und Trockner, 24 Stunden-Portier, Eigner erfüllt jeden unserer Wünsche da wir mit einem Monat bereits als Langzeitmieter gelten, nur der Mangel an gemütlichen Sitzgelegenheiten verfolgt uns seit Singapur, wo uns das Sofa unterm Hintern wegverkauft worden war wegen Auszug der Vermieter gleichzeitig mit uns ;-)), zuletzt in Buenos Aires wo wir einen King-Size-Überwurf kaufen mussten um das klar aus dem Sperrmüll gezogene und entsprechend mitgenommene und verklumpte Mini-Sofa überhaupt nutzen zu können, in Montevideo war’s neu aber extrem unbequem, und hier in Santiago schließlich brach eines der designtechnisch flimmsigen Beine ab als wir erstmals gemeinsam draufsaßen (oder hat Carsten doch zuviele Steaks gegessen? ;-)), wurde sofort repariert, jetzt nutzen wir es aber sicherheitshalber nicht mehr gemeinsam, generell hält man sich in Südamerika offenbar einfach nicht so häufig zuhause auf dass ein gemütliches Sofa wichtig wäre, insgesamt wäre IKEA-Qualität auf einmal der Gipfel der Genüsse… ;-))). Da wir keine Nachteulen sind und tägliches abendliches Ausgehen auch deutlich das Budget schmälert, wir andererseits lieben dass wir jetzt so viel Zeit zum Vorlesen, recherchieren und bloggen haben, der Tag aber für Entdeckungen und Alltagsorganisation draufgeht, wäre so eine abendliche Sitzgelegenheit schon wichtig, inzwischen sitzen wir wie gehabt auf dem Bett, was insbesondere auf die Dauer suboptimal ist, freundlich ausgedrückt… ;-)).

Einziger echter Nachteil sind die sehr regelmäßigen Erdbeben, im 26. Stock ein besonders zweifelhaftes ‘Vergnügen’, wenn dann die zum Lüften auf dem Bügel aufgehängte Bluse gemeinsam mit dem Gebäude und dem eigenen Bett deutlich in Schwingung versetzt wird, fand aber außer uns niemand bemerkenswert, war wohl nicht stark genug dafür, und bisher nur einmal aufgetreten, dem Herrn sei Dank…

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 Einer von immer unterschiedlichen Sonnenuntergängen von unserer Wohnung aus, Wohnraum und Küche, und eine der Aussichten bei Nacht, nett!

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Unser Dachterassenpool und eine der Aussichten bei Tag, ebenfalls nett! ;-)) 

Nach dem intensivsten Recherche-Marathon ever, ever, ever, und diversen fruchtlosen emails nach El Calafate mit dem “Must-See” Gletscher Perito Moreno (mindestens), haben wir entschlossen wie wir sind unsere Buchungen wegen akuter und scheint’s organisierter Individualbesucher-Ausländer-Abzocke storniert, etwas Lehrgeld mussten wir da zahlen, um uns stattdessen in unserem geschätzten Buenos Aires gepflegt auf unseren Arbeitsaufenthalt in Bahia Bustamante vorzubereiten. Insgesamt haben wir jetzt absolut verstanden wie man die Buchungen in Argentinien vornehmen muss um sich der genannten Verschaukelungen zu entziehen, das hier war der Gipfel, ging eigentlich schon bei den Unterkunftspreisen los (was uns hätte warnen müssen) und ging beim Airport-Transfer weiter, ganz zu schweigen von den Touren vor Ort, ohne die man nicht wirklich gut weiterkommt. Es ist nicht die Schuld der Ausländer dass Argentinien keine funktionierende Währung/Wirtschaft hat, und auf sowas sind wir auch in anderen Landesteilen nie gestoßen! Also demnächst für weitere Gegenden schön mit eigens getauschtem Geld Pauschaltour in ARS gebucht, zwar auch etwas teuerer als für Einheimer, fair enough, oder aber mit Kreditkartengarantie aber Zahlung vor Ort bei Booking dot com (anders geschrieben bauen die hier ungefragt Werbung ein, un-effing-fassbar!) gebucht, dann bekommt man die fairen Deals! Lektion gelernt!

Liebste Grüße und inzwischen alles Gute!

Claudia & Carsten, Lifevoyagers

PS: Alle Lifevoyagers Bewertungen auf Tripadvisor finden sich hier! Dort sind auch mehr Bewertungen zu Santiago als hier erwähnt!

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