Singapur, die grüne Insel!

Mal abgesehen von den Freuden hier einen Employment-Pass zu bekommen wenn das entsprechende Ministerium sich selbst widerspricht und der Arbeitgeber auch keine Detailkenntnis hat (das allein hat mich für eine nicht benötigte Beglaubigung sowie nicht benötigte Originale teuer gekostet…), ein weiterer Detailfehler des AG war durch eine äußerst hilfreiche Mitarbeiterin des Ministeriums ausgeglichen worden, bei dem man nach Formularen über Formularen am Ende noch persönlich erscheint, und abgesehen von den Freuden hier ein Bankkonto zu eröffnen weil der Arbeitgeber es auch im 21. Jahrhundert mit weltweiten IBANS und BICS nicht schafft, selbst auf meine Kosten nicht, das Gehalt nach Deutschland zu überweisen, sondern mir vielmehr zwei Schecks für 1. Gehalt und Reisekosten aushändigte (!!), es waren drei Besuche bei der Bank und einige Telefonate mit zeitweise gesperrter Bankkarte nötig, und nun wird aber das Gehalt immerhin dorthin überwiesen…, genießen wir unsere Zeit hier mit Ausflügen in die Natur, natürlich in der hier üblichen tropischen Bullenhitze die zwischen megaheiss/feucht (vormittags, erträglich) und ultraheiss/feucht (nachmittags, nicht wirklich lange ohne Klimaanlage auszuhalten) pendelt, und bei köstlichem, preiswertem und äußerst vielfältigem Essen in Food Courts und Hawker Centern, aber das wird ein weiterer Blogpost.

kent-ridge-tree-top Kent Ridge Park Canopy Tree Top Walk

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Kent Ridge Park, Aussicht auf einen kleinen Teil des Hafens, ähnlich wie vom Altonaer Balkon in Hamburg… ;-))

Zahlreiche mehr oder weniger wilde Parks laden zum Genuss der Natur hier in Singapur ein, die der Stadtstaat ganz klar wiederentdeckt hat, und sei es um die eigenen, sehr begrenzten Wasserreserven zu schonen. Da ist z.B. die Vielfalt der Southern Ridges, der Hügelkette im Südwesten der Insel ink. “Mount Faber” nahe des Zentrums, die wir teilweise schon von früheren Aufenthalten kannten, inzwischen haben wir noch den Teilabschnitt “Kent Ridge Park” mit seinem kurzen Canopy-Tree-Top-Walk, tollen Aussichten auf Teile des Hafens, und seinem “Nature-Trail” durchs Unterholz erkundet.

Zuletzt haben wir innerhalb der Southern Ridges den Forest Walk, einen über einen Kilometer langen Canopy-Tree-Top-Walk zwischen Alexandra Park und Telok Blangah Hill Park entdeckt aber noch nicht bewertet, eine einzige Freude, diesen Walk kann man am Boden oder aber eben in schwindelnden Höhen erleben und auch zwischen beiden wechseln. Die übrigen Parks und Walks dieser Hügelkette stehen noch aus ;-))!

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Forest Walk zwischen Alexandra Park und Telok Blangah Hill Park, wo ist sie denn, die Claudia?

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Baumwipfel und Hochhauswipfel im Kontrast!

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Und immer noch höher hinaus…

Der Labrador-Park mit seiner Küstenlinie mit und ohne Boardwalk (da ist es wieder, das wunderbar türkise Wasser), seinem verwunschen dschungeligen Teil mit der Chance Affen zu begegnen, inklusive nachgebauten Stellungen der Briten aus dem 2. Weltkrieg, seinem Mangroven-Boardwalk, und dem Anschluss an eine wochenendliche Buslinie, die MRT-Station Labrador Park und fußläufig das EKZ VivoCity mit Chance auf Erfrischung nach der Tour sowie auf kulinarische Freuden äußerst vielfältiger Art und auf Rückfahrt ins Zentrum von der Station Harbourfront aus.

Aber auch an der Süd- und Ostküste waren wir schon, ist ja alles nicht weit hier ;-)), der East Coast Park bietet kilometerlange palmengesäumte Spazierchance mit Blick aufs Meer und die wartenden Containerschiffe, Pasir Ris Park direkt nördlich des Changi Airports mit seinem ausgiebigen Mangroven-Boardwalk liegt gegenüber Pulau Ubin, einer kleinen vorgelagerten Insel mit relativ ursprünglichem Kampong (Dorf) – Feeling, die auch noch auf unserer Liste steht.

pasir-ris-mangroven-boardwalk Pasir Ris Park, Mangroven Boardwalk bei Ebbe

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Auf den ersten Blick witzig, aber die wohnen hier… Schluck!

Im Inselinneren bieten sich Parks wie der Bukit Batok Park um einen ehemaligen Steinbruch an oder der MacRitchie Canopy-Tree-Top-Walk, sehr zu empfehlen, nahezu mit Affen-Begegnungs-Garantie, das gleichnamige Reservoir und dessen Umrundung stehen noch aus.

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MacRitchie Tree Top Canopy Walk

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Naaa, wieviel wilde Affen sind hier zu sehen?

 

Ein besonderes Juwel ist eine stillgelegte Bahnlinie die die Insel von Süden nach Norden so gut wie komplett durchquert, heute Green Corridor genannt, und wo man zeitweise rechts und links nur durch 5 m dichteste tropische Vegetation von der Zivilisation getrennt ist, das dann aber gründlich, wie unsere Begegnung mit dieser Schlange beweist… Ein- und Ausstieg aus diesem Trail können aus diesem Grund schon mal abenteuerlich sein, die alten Schienen sind nur teilweise noch erhalten, das ehemalige Schwellenbett wird regelmäßig freirasiert und erlaubt Spaziergängern, Wanderern und Mountainbikern tropische Flora und Fauna mitten in Singapur zu genießen, wir sind schon zwei Abschnitte gegangen, sehr vielfältig!

green-corridor-tiger

Nomen est omen: Green Corridor, MITTEN in der Metropolis Singapur!

green-corridor-schlange

Carsten hörte sie bevor er sie sah, wegen des trockenen Laubes, sie geht links im Bild weiter, insgesamt ca. zwei Meter lang, und ganz links oben blitzt unseres Erachtens das Auge, was meint Ihr?

 

Die Chinese- und Japanese Gardens sind auch sehenswert, immerhin ist uns dort ein Water Monitor Lizard, also ein Waran, begegnet, wobei wir den chinesischen Garten liebevoller angelegt und schattiger fanden!

chinese-garden

waran

Aber auch im Zentrum lässt sich das einzigartige Panorama und die unverwechselbare Skyline Singapurs z.B. per preiswertem River Explorer oder schlicht zu Fuß an der Waterfront Promenade entlang genießen, die Aussichten sprechen für sich, Ihr kennt sie schon aus dem letzen Blogpost… Insgesamt bemerken meine einheimischen Kollegen dass wir ja viiiiiel mehr kennen von Singapur als sie, ich habe sie beruhigt, Tourist in der eigenen Stadt ist man eben selten, da waren wir in Hamburg einfach auch privilegiert oft Gastgeber sein zu dürfen! Aber aus genau diesem Grund lohnt es sich eben doch einmal den Touristen in der eigenen Stadt zu machen, ein Wechsel des Blickwinkels der Spaß macht!

Ein Ausblick noch weil demnächst einen eigenen Blogeintrag wert: Sentosa, sehr kontrovers diskutierbar, wie so vieles hier in Singapur!

sentosa

Schon schön, oder?  

Herzlichen Dank für’s zahlreiche Interesse, liebe Grüße aus Singapur,

C&C, Lifevoyagers

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